Vorbei
 
Hab ausgeträumt bin aufgewacht,
nichts das die Last nun kleiner macht.
Enttäuschung, Schmerz, Verletzlichkeit
Betrogen schon seit langer Zeit
und nichts bemerkt von alledem
besorgt, gebangt, unangenehm
nur auf dein Wohl bedacht gewesen
gezittert nur um dein Genesen
um deine Sorgen, deinen Schmerz
es ist, als blutet aus mein Herz.
Ganz langsam und voll Traurigkeit
wird mir bewusst, wie lang die Zeit,
die freudlos ich nur um dich bangte,
und hoffte auf das Zukunftsglück
das niemals kommt, schau ich zurück.
Längst in den Armen einer andern
lägst warst du weg am von mir wandern
Aus Angst aus Feigheit... lange Zeit
hast du genossen Glücklichkeit
von zweien so geliebt zu werden
nahmst unser Herzblut hier auf Erden
kannst du ermessen was geschehen
wie wird es dir nun weiter gehen?
Ist dir das Schmerzensmaß bewusst
leidest  auch du ganz unbewusst
um das, was du verloren nun,
was du versäumtest, früh zu tun.
Der Himmel ist unendlich weit
was bleibt von der verlornen Zeit?
Wie tief das Tal voll Seelenblut
voll Tränen und verlornem Mut.
Das Leben lehrt so manche Last
ich hab's noch immer nicht gefasst
Geh Deinen Weg mit ihr ins Glück
und ich bleib einsam nun zurück.
Die Kraft dahin und ich verzeih
trotz alledem - nun bin ich frei.
 
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